Weißwein, Nahe, 2015 Deutschland Gut Hermannsberg

Sekt Riesling Extra Brut Flaschengärung 2015

Lieferbar ab KW 05 in 2021.

Weißwein, Nahe, 2018 Deutschland Gut Hermannsberg

Just Riesling trocken 2018

Lobenberg: Europäische gelbe und weiße Frucht, kaum Zitrusfrucht. Erst am Ende ein bisschen Orangenzesten. Dann kommt der Mundeintritt mit dieser wunderbaren Frische, aber auch hier eine wunderbare Extraktsüße. Dicht, süß, lang und trotzdem frisch und tänzelnd. Fast verspielt. Dieser...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Gut Hermannsberg

Just Riesling trocken 2019

Lieferbar ab KW 05 in 2021.

Lobenberg: In der Nase eine schöne Melange aus gelber und weißer Frucht. Heimische Früchte, nicht so viel Zitrusfrucht, erst am Ende ein bisschen Orangenzesten, leicht kandiert und auch ein bisschen steinig und hefig unterlegt. Dann kommt der Mundeintritt mit dieser wunderbaren Frische,...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Gut Hermannsberg

Riesling 7 Terroirs trocken 2019

Lieferbar ab KW 05 in 2021.

Lobenberg: In diesem Wein werden die Trauben der jungen Reben aller 7 GG Lagen des Gutes zusammengeführt. Der Wein soll im Grunde in die Position zwischen dem Gutsriesling und den Ortsweinen positioniert werden. Die Gefahr hierbei ist natürlich, dass wenn man das Traubenmaterial aus den...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Gut Hermannsberg

Weißer Burgunder trocken 2019

Lieferbar ab KW 05 in 2021.

Lobenberg: Gut Hermannsberg Weißer Burgunder ist in der Kupfergrube und zum Teil in Bad Kreuznach gepflanzt. Die Reben sind 20-25 Jahre alt. Nach 6 Stunden Maischestandzeit (vorher Handlese) der ganzen, unentrappten Trauben erfolgt das Abpressen, die Vergärung erfolgt im Halbstück-Fass...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Gut Hermannsberg

Riesling Vom Schiefer trocken 2019

Lieferbar ab KW 04 in 2021.

Lobenberg: Das ist der Art Zweitwein aus dem Hermannsberg, somit komplett auf Tonschiefer gewachsen. Nur geringe Maischestandzeit, dann abgepresst und spontan vergoren im Edelstahl, teilweise auch im Holz. Der Wein bleibt ohne Abstich auf der Vollhefe von der Vergärung an bis Ende März....

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Gut Hermannsberg

Riesling Vom Vulkan trocken 2019

Lieferbar ab KW 05 in 2021.

Lobenberg: Der Riesling vom Vulkan stammt zu 100% aus der Kupfergrube, ist also der Zweitwein des Großen Gewäches. Dieser Wein heißt eigentlich Schloss Böckelheimer Riesling vom Vulkan und ist eben ein Ortswein aus der vulkanischen Kupfergrube. Die Reben sind zwischen 15 und 30 Jahre...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Gut Hermannsberg

Steinterrassen Riesling trocken 2019

Lieferbar ab KW 05 in 2021.

Lobenberg: Dieser Wein stammt aus alten Reben von drei großen Lagen. Theoretisch wäre es also möglich hier durchaus das ein oder andere GG zu ergänzen. Aber man fasst ihn zusammen, betrachtet ihn intern als GG, aber nach außen hin ist er einfach eine Selektion aus großen Lagen. Meiner...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Gut Hermannsberg

Weißer Burgunder Halbstück trocken 2019

Lieferbar ab KW 04 in 2021.

Lobenberg: Dieser Wein kommt aus den beiden Lagen Kupfergrube und Rotenberg. Kupfergrube mit dieser extremen Mineralität aus dem reinen Stein. Rothenberg gibt Kraft aus Quartz-Porphyr. Das sind alte Reben, die früher im Gutswein waren, die aber jetzt spontan vergoren und im mittelgroßen...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Gut Hermannsberg

Rotenberg Riesling Großes Gewächs trocken 2019

Lieferbar ab KW 02 in 2021.

Lobenberg: Biologische Weinbergsarbeit, Ganztraubeneinmaischung, nur kurze Standzeiten, Spontanvergärung, Ausbau immer im Holz. Die Reben sind um die 70 Jahre alt und stehen auf Quarz und Porphyr mit Rotschiefer, Tonschiefer und von Kupfer durchzogenen Felsschichten. Harte,...

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Vogelperspektive auf Weinberg mit Weinfeldern

DIE Nahe gibt es nicht

Im Vergleich zur Mosel ist der Anteil der trockenen Weine an der Nahe höher. Und anders als im Rheingau gibt es an der Nahe keine Riesling-Monokultur. Die Nobelrebe steht dort wirklich nur in den besten Lagen. Mit 27 Prozent ist ihr Anteil am Rebensortiment vergleichsweise gering. Zwei andere Weine, mit denen die Nahe brilliert, sind der Weiß- und der Grauburgunder. Sie fallen zwar nicht so stoffig aus wie ihre badischen Pendants, sind dafür aber geschmeidiger. Auch der Spätburgunder bringt in den wärmeren Bereichen des Anbaugebiets gute Qualitäten. Müller-Thurgau, Dornfelder und Silvaner werden jedoch häufiger angebaut, wobei die Vielfalt der Stile und Geschmacksrichtungen immer wieder beeindruckend ist. Schaumwein- und Perlwein, Blanc de Noirs, liebliche Rot- und halbvergorene Weissweine, echte Hochgewächse und dilettantische Cuvées - es gibt kaum etwas, das im Anbaugebiet nicht produziert wird. Die Nahe ergibt Weine, die mit denen der benachbarten Anbaugebiete Mosel und Rheingau absolut auf Augenhöhe sind, sie manchmal sogar überstrahlen. 

Die Nahe selbst ist ein Flüsschen, das im Hunsrück entspringt und bei Bingerbrück in den Rhein mündet. An vielen Stellen ist sie nur ein Bächlein, das munter durch Wiesen und Auwälder plätschert, während sich links und rechts steile Hänge und schroffe Felswände aufbauen. Ausgeräumte Landschaften, die von jeglichen Bäumen, Hecken, Feldgehölzen befreit wurden wie in Rheinhessen, gibt an der Nahe nicht, nicht einmal droben auf den Höhen des Hunsrück, wo der Wind kalt über die Äcker pfeift. Dass in den Weinbergen überall die Vögel zwitschern, gehört allerdings in den Bereich lokaler  Schönfärberei. Die Nahewinzer sind weder Romantiker noch Ökofreaks. Nüchtern, aber nicht kühl - so könnte man sie beschreiben. Dass sie reihenweise Nistkästen in ihren Weinbergen aufhängen, ist nicht bekannt.

Schaffen & Feiern

Schiffbar war die Nahe übrigens nie. Die Eisenbahn wurde erst spät gebaut, die Autobahnen noch später. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Anbaugebiet so verrufen, dass die preussische Obrigkeit eingreifen und Ordnung schaffen musste. Die Weinberge wurden neu angelegt, der gemischte Satz abgeschafft, der reinsortige Anbau gefördert. Aber auch danach hinkte die Nahe noch lange hinter der allgemeinen Entwicklung hinterher. Während die Weine anderer Gebiete in Deutschland schon hell glänzten, mussten die Nahetäler einen großen Teil ihres Weins noch selbst trinken, was sie freilich ebenso gerne wie ausgiebig taten. „Schaffen und feiern"  seien ihre Hauptbeschäftigungen, heisst es kritisch in einem Amtlichen Vermerk des Kreises Kreuznach aus dem Jahre 1954. Und weiter: „Ärztlicherseits wird behauptet, dass man hier solche Mengen Alkohol vertragen könne, die normalerweise gesundheitsschädlich wären. Doch konnte eine biologische Substanz, die eine Immunität gegen die Wirkungen des Alkohols herausgebildet hat, nicht gefunden werden."

Steilhang mit Weinfeldterrassen
Rebzeilen vor Steilhang

"Schenk reinen Wein ein"

Der Nahewein wurde noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein als "Rheinwein" vermarktet. Präzise Grenzen hat das Gebiet erst 1971 erhalten, als das Deutsche Weingesetz verabschiedet wurde. Seitdem haben die Naheweine merklich an Bekanntheit gewonnen. Die Winzer waren aufgewacht. 
Ein zweiter Bereich befindet sich weiter landeinwärts an der oberen Nahe. Vor dem Dorf Monzingen fallen zwei steile Hänge ins Auge, die wie eine schiefe Ebene ins Nahetal abfallen: der Halenberg und das Frühlingsplätzchen, zwei von Blauschiefer und Quarzit geprägte Lagen, die hochmineralische Rieslinge hervorbringen - die Paradeweine des Gutes Emrich-Schönleber. Auch Schäfer-Fröhlich ist im Halenberg begütert.

Die bestockte Rebfläche ist zwar nur halb groß wie die der Mosel. Doch ist sie stark zersplittert und weit auseinandergezogen. Das Herzstück des Anbaugebiets ist die mittlere Nahe zwischen Bad Kreuznach und Schlossböckelheim. Der Untergrund besteht in diesem Bereich aus kleinschotterigem, schwarzgrauem Schiefer, der mal mit vulkanischem Gestein, mal mit rotem Porphyr oder mit Kalkgestein durchsetzt ist. Dort sind die besten Lagen der Nahe wie an einer Perlenkette aufgereiht: Bastei, Rotenfels, Kirschheck, Dellchen, Kafels, Hermannshöhle, Kupfergrube, Felsenberg. Aus diesem Bereich kommen zum Beispiel die Weine von Gut Hermannsberg und von Helmut Dönnhoff, teilweise auch von Schäfer-Fröhlich.

Verschiedene Bodenformationen sind prägend

Ein dritte großräumige Bereich liegt an der unteren Nahe zwischen Bad Kreuznach und Bingerbrück. Dort findet man sandig-lehmige Böden, die nichts anderes sind als verwitterter Grünschiefer mit Phylliten und Quarziten, wie sie auch auf der Rheingauer Seite zu finden sind. Von dort kommen die kräftigen Rieslinge des Schloßguts Diel, die mal spielerisch-fruchtig, mal kraftvoll, mal mineralisch-salzig ausfallen. 
Fleissig sind die Nahetäler übrigens immer noch, und gefeiert wird ebenfalls noch gern. Ihren Alkoholkonsum haben sie jedoch notgedrungen reduziert. Der Wein ist zu teuer  geworden. Vom Preisniveau des Rheingauers ist er zwar noch ein kleines Stück entfernt, doch das Gefühl, etwas Wertvolles, ja Rares darzustellen, hat sich selbst bei den Durstigsten unter ihnen breit gemacht.

Natürlich ist ein kühles Anbaugebiet wie die Nahe auch für edelsüße Weine prädestiniert. Die Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen stehen denen des Rheingau in nichts nach, sind allerdings filigraner und manchmal noch säurebetonter. Und die Eisweine sind im Zweifelsfall nicht minder grandios als die von der Saar. Allerdings können sie nicht so regelmäßig geerntet werden wie dort.