Weißwein, Rheingau, 2016 Deutschland August Kesseler

Riesling Rüdesheim trocken

Lobenberg: Vergoren spontan im Edelstahl und dann 8 Monate auf der Feinhefe belassen. Das Ganze geerntet aus älteren Reben, zwischen 30-50 Jahre alt. Aus Rüdesheim. 2016 ist der Wein etwas erwachsener geworden. Feiner, spielerischer, schon ein richtiger Wein. Traubige Noten, aber auch...

Weißwein, Rheingau, 2010 Deutschland Bardong

Rheingau Weißburgunder Sekt brut Flaschengärung

Lobenberg: Der Grundwein stammt aus dem Rheingau. Eine komplett andere Stilistik wie sein Pendant, der in der Region Saale Unstrut gelesen wurde. Die Trauben reiften auch hier über 36 Monate auf der Hefe. Die Nase ist dezent cremig, feine Säure kommt hoch. Reife Töne. Tolle...

Weißwein, Rheingau, 2008 Deutschland Bardong

Chardonnay Sekt Brut Flaschengärung

Lobenberg: Ich habe mich schon in den Vorjahren vor der Verkostung dabei ertappt, dass ich darüber nachdachte, ob der Jahrgang nicht vielleicht schon zu reif sei. Aber ich war neugierig, und der Sekt wollte probiert werden. Also habe ich die Flasche aufgemacht. Ein reifer Apfel sprang...

Weißwein, Rheingau, 2013 Deutschland Bardong

Rüdesheimer Klosterberg Sekt Blanc de Noir brut Flaschengärung

Lobenberg: Norbert Bardong verwendet für seinen Spätburgunder Blanc de Noir nur bestes Traubenmaterial. Die Farbe präsentiert sich zwischen Goldgelb und ganz zartem Rosé. Was für ein Traumstoff! Dies zeigt allein schon das grandiose Bouquet. Waldfrüchte, Dill, reife Noten vom...

Weißwein, Rheingau, 2018 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Rüdesheim Episcopus Riesling trocken

Lobenberg: Das ist der Top Rüdesheimer Ortswein des Weingutes, Episcopus heißt übersetzt Bischof bzw. jemand der führt. Es befindet sich Material aus den hervorragenden Lagen Berg Rottland, Bischofsberg, Roseneck und Klosterlay in diesem Wein. Im Stückfass vergoren und auch darin auf...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Berg Rottland Riesling trocken

Lobenberg: In 2017 gab es zu wenig Menge um den Berg Rottland "1960" Riesling zu produzieren, daher gibt es in diesem Jahr "nur" einen Berg Rottland Riesling. Und die Trauben der Riesling-Parzelle mit den alten Rebstöcken für den "1960" (eben 1960 gepflanzt) sind auch mit drin, ja...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Berg Roseneck Riesling trocken

Lieferbar ab KW 30 in 2019.

Lobenberg: Dieser Roseneck aus der Nachbarschaft von Josi Leitzs Roseneck besticht durch unglaubliche Feinheit und Schiefrigkeit. Rüdesheim, und da eine der Paradelagen. Der Wein hat wunderschönen Zug und Länge, und hat sehr komplexe Blumigkeit. Das macht echt Freude und ist auf einem...

Weißwein, Rheingau, 2016 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Berg Schlossberg Katerloch Riesling trocken

Lobenberg: Eine Lage, die direkt an Josi Leitz angrenzt. Zusammen mit dem Ehrenfels die besten Unterparzellen dieser GG-Lage. Beim bischöflichen Weingut nicht nur ultrafein, sondern auch lang, geschliffen und schönes Salz zeigend. Tolle Mineralität, Kraft und Feinheit. Ich finde schon,...

Weißwein, Rheingau, 2018 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Rüdesheim Berg Rottland 1960 Riesling trocken

Lieferbar ab KW 39 in 2019.

Lobenberg: Knapp unter 4 Gramm Restzucker bei 7.5 Gramm Säure und 13% vol. Alkohol. Peter Perabo selektiert aus einer Riesling-Parzelle mit alten Rebstöcken im Rüdesheimer Berg Rottland den „1960“, benannt nach dem Pflanzjahr der Reben. Rottland ist von Vielen als das größte Große...

Weißwein, Rheingau, 2013 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Rüdesheim Berg Schlossberg Riesling Spätlese (fruchtsüß)

Lobenberg: Der Schlossberg ist die wohl beste, teuerste und bekannteste Lage Rüdesheims und zusammen mit dem Baiken, Gräfenberg und dem Marcobrunn des gesamten Rheingaus. Eine Schiefersteillage direkt am Rhein, teilweise terrassiert, alter Rebenbestand. Und wieder muss ich eine Spätlese...

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Rebzeilen auf Weinberg am Rhein
Blick auf den Rhein

Eine Region mit großer Tradition

Das herrschaftlich über dem Rhein thronende Schloss Johannisberg, das versteckt am Hügel liegende Schloss Vollrads, das in einer Talsenke verschwindende Kloster Eberbach - sie sind die Glanzpunkte der großen Rheingauer Weinbautradition, die mit den Römern begann, von Beneditktinern und Zisterziensern im Mittelalter vorangetrieben wurde und in der Neuzeit vom Adel perfektioniert und in die Welt hinausgetragen wurde. Noch vor hundert Jahren wurden die "Hocks", wie die Rheingauer Rieslinge genannt wurden, zu Preisen wie erstklassige Bordeauxweine gehandelt. 

Der Rebengürtel an den Ausläufern des Taunus ist Kernbereich des Rheingaus. Nach oben begrenzt durch die Waldrand, nach unten durch den Rhein, ist es ein von der Ausdehnung her kleines, weinbaulich jedoch ziemlich kompaktes Gebiet. Sieht man von der Fläche ab, die für Häuser und Straßen benötigt wird, ist dort fast jeder Quadratmeter mit Reben bepflanzt. Und Reben heißt: Riesling. Knapp 80 Prozent der Rheingauer Rebfläche ist mit dieser Sorte bestockt. Nicht einmal an der Mosel ist der prozentuale Anteil dieser Sorte so hoch.

Rheingau ist nicht Mosel, ist nicht Pfalz

Auch der Stil des Rheingauer Rieslings unterscheidet sich deutlich von dem der Mosel. Die Weine sind durchweg voller, die Säure ist weiniger. Das liegt am wärmeren Klima. Die Jahresdurchschnittstemperatur des Rheingau liegt deutlich über 10° Celsius, die Zahl der Sonnenstunden ist um 20 Prozent höher. Alles zusammen führt dazu, dass der trockene und halbtrockene Riesling im Rheingau sehr viel häufiger vorkommt als an der Mosel. Er stellt den Hauptanteil der Weinerzeugung dar. Legendär sind auch die großen edelsüßen Rheingauer Auslesen, während Eisweine eher selten geerntet werden. 
Natürlich ist nicht alles, was zum Kernbereich gehört, gesegnetes Weinland. Aber die berühmten Lagen des Rheingau liegen fast ausnahmslos dort: Rauenthaler Baiken, Kiedricher Gräfenberg (Monopollage des Weinguts Robert Weil), Hattenheimer Nussbrunnen, Oestricher Lenchen, Rüdesheimer Schloßberg, Rüdesheimer Berg Rottland, um nur einige klangvolle Namen zu nennen (in letzteren zwei Lagen ist das Weingut Leitz begütert). Die unterschiedliche Güte der Rebflächen wurde in einer Lagenkarte, die der Rheingauer Weinbauverband 1999 herausgegegeben hat, parzellengenau markiert. Diese Lagenkarte war die Grundlage für das „Erste Gewächs", das der Rheingau schon vor den „Ersten Lagen" des VDP und den darauf basierenden Großen Gewächsen eingeführt hat. Bis heute ist Hessen das einzige Bundesland, in dem eine Lagenklassifikation Gesetzeskraft hat.

Weinberg mit Stadt im Hintergrund
Berg Rottland
Weinfeld vor Schloss und Rhein
Der Schlossberg

Diversität auf kleinem Platz

So kompakt das Gebiet auch ist: Es gibt erhebliche Lagenunterschiede. Sie gehen auf die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit und Sonnenexposition der Weinberge zurück und sorgen dafür, dass der Wein des einen Weinbergs groß ist und der des benachbarten Weinbergs bescheiden bleibt.

Über die Ursachen kann man spekulieren. Vielleicht spielt eine Rolle, dass der Rheingau zum Naherholungsgebiet für Großstädte wie Wiesbaden und Frankfurt geworden ist, deren Einwohner es an warmen Frühlings- und Sommerwochenenden zu Tausenden ins Grüne zieht und die sich mit den Qualitäten, die in Landgasthöfen und Straußwirtschaften ausgeschenkt werden, zufrieden geben. Zu einer deftigen Brotzeit mögen die Weine passen. Aber ein Riesling, der zur Weltklasse gehört, verlangt eine andere gastronomische Begleitung. 

Vielleicht liegt es auch daran, dass es den zahlreichen adeligen Gutsherren, die noch immer im Besitz des Großteils der besten Lagen sind, am „Wein-Gen" fehlt, das die Winzersöhne und -töchter in Rheinhessen oder an der Nahe im Blut haben. Viele Weingrafen sind in die Finanzwirtschaft abgewandert und lassen ihre ererbten Latifundien von angestelltem Personal verwalten. Dem einen oder anderen Wein schmeckt man es an. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Malaise rasch ändert, bevor auch die ausländischen Rieslingfreunde es merken. 

So kompakt das Gebiet auch ist: Es gibt erhebliche Lagenunterschiede