Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Berg Rottland Riesling trocken

Lobenberg: In 2017 gab es zu wenig Menge um den Berg Rottland "1960" Riesling zu produzieren, daher gibt es in diesem Jahr "nur" einen Berg Rottland Riesling. Und die Trauben der Riesling-Parzelle mit den alten Rebstöcken für den "1960" (eben 1960 gepflanzt) sind auch mit drin, ja...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Berg Roseneck Riesling trocken

Lieferbar ab KW 30 in 2019.

Lobenberg: Dieser Roseneck aus der Nachbarschaft von Josi Leitzs Roseneck besticht durch unglaubliche Feinheit und Schiefrigkeit. Rüdesheim, und da eine der Paradelagen. Der Wein hat wunderschönen Zug und Länge, und hat sehr komplexe Blumigkeit. Das macht echt Freude und ist auf einem...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Georg Breuer

Terra Montosa Riesling trocken

Lobenberg: Ein klassischer Zweitwein: bei der Cuveetierung der Fässer vorgenommene Auswahl aus den Lagen Roseneck, Rottland, Schlossberg. Eine klassische Abwertung der Fässer, wie bspw. auch beim Eierfels von Diel. Sind alles Schieferböden, kühle Lagen. Der Wein zeigt immer relativ früh...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Georg Breuer

Riesling Rüdesheimer Estate trocken

Lobenberg: Der Estate Riesling von Theresa Breuer zählt zu den verlässlichsten Gutsweinen Deutschlands. Das liegt nicht zuletzt darin, dass das komplette Lesegut ausschließlich aus Rüdesheimer Lagen von Schieferböden stammt. Im Prinzip muss man hier also schon von einem Ortswein...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Leitz

Rheingau Riesling QbA Eins-Zwei-Dry trocken

Lobenberg: Sehr feiner Fruchtaromatik, Zitrusfrucht, Granny Smith Apfel, etwas Quitte, fein, zart, duftig, aber auch mit viel Wärme, mild in der Säure, etwas Orangen- und Zitronenschale. Frischer, fast krisper Mund mit feiner Fruchtrundheit, feiner Schmelz, sehr saftig, lecker!...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Peter Jakob Kühn

Riesling Jacobus trocken

Lobenberg: 2017 war nach 2016 das witterungstechnisch zweite schwierige Jahr in Folge. Es war aber auch das zweite grandiose Jahr in der Qualität, aber eben auch kompliziert und arbeitsintensiv. Es gab im April den deutschlandweiten großen Frost mit ganz erheblichen Verlusten. Zwar gab...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Peter Jakob Kühn

Oestrich Riesling Quarzit trocken

Lobenberg: Oestricher Quarzit kommt, wie das Wort schon sagt, aus Oestrich, also da wo auch der Doosberg und das Lenchen liegt. Das sind auch die Weinberge aus denen dieser Quarzit kommt. Hier aus den jüngeren Reben, die nicht den GGs vorbehalten sind. Wir liegen auf ungefähr 100...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Peter Jakob Kühn

Riesling Oestrich Lenchen Kabinett (fruchtsüß)

Lobenberg: Nur 26 Gramm Restzucker bei über 9 Gramm Säure. Das Verblüffende an diesem Wein und das ist eine echte Rarität: Peter Bernhard Kühn hat ihn vergären lassen wie einen normalen Wein und erst spät bei 10% Alkohol gestoppt. Ihm war die Balance zwischen dieser phänomenalen Säure...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Robert Weil

Rheingau Riesling QbA trocken

Lobenberg: 2017 kommt der Gutswein sehr schön füllig in die Nase. Die höhere Durchschnittstemperatur ist bemerkbar. Gelbe Süße Früchte. Ungefähr 15% Verlust gab es aus Frost. Und das klassische Ergebnis: Wenn bei Frostverlusten die zweiten Austriebe nicht benutzt werden, führt es dazu,...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Robert Weil

Kiedricher Riesling trocken

Lobenberg: Die Trauben werden grundsätzlich nicht entrappt. Es wird entweder sofort gepresst oder angequetscht mit kurzer Maischestandzeit. Das allerdings nicht in jedem Jahr. Der Standard ist Sofortpressung der Ganztraube nach Eingang im Weingut. Etwas differenzierter: Alle Edelsüßen...

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Rebzeilen auf Weinberg am Rhein
Blick auf den Rhein

Eine Region mit großer Tradition

Das herrschaftlich über dem Rhein thronende Schloss Johannisberg, das versteckt am Hügel liegende Schloss Vollrads, das in einer Talsenke verschwindende Kloster Eberbach - sie sind die Glanzpunkte der großen Rheingauer Weinbautradition, die mit den Römern begann, von Beneditktinern und Zisterziensern im Mittelalter vorangetrieben wurde und in der Neuzeit vom Adel perfektioniert und in die Welt hinausgetragen wurde. Noch vor hundert Jahren wurden die "Hocks", wie die Rheingauer Rieslinge genannt wurden, zu Preisen wie erstklassige Bordeauxweine gehandelt. 

Der Rebengürtel an den Ausläufern des Taunus ist Kernbereich des Rheingaus. Nach oben begrenzt durch die Waldrand, nach unten durch den Rhein, ist es ein von der Ausdehnung her kleines, weinbaulich jedoch ziemlich kompaktes Gebiet. Sieht man von der Fläche ab, die für Häuser und Straßen benötigt wird, ist dort fast jeder Quadratmeter mit Reben bepflanzt. Und Reben heißt: Riesling. Knapp 80 Prozent der Rheingauer Rebfläche ist mit dieser Sorte bestockt. Nicht einmal an der Mosel ist der prozentuale Anteil dieser Sorte so hoch.

Rheingau ist nicht Mosel, ist nicht Pfalz

Auch der Stil des Rheingauer Rieslings unterscheidet sich deutlich von dem der Mosel. Die Weine sind durchweg voller, die Säure ist weiniger. Das liegt am wärmeren Klima. Die Jahresdurchschnittstemperatur des Rheingau liegt deutlich über 10° Celsius, die Zahl der Sonnenstunden ist um 20 Prozent höher. Alles zusammen führt dazu, dass der trockene und halbtrockene Riesling im Rheingau sehr viel häufiger vorkommt als an der Mosel. Er stellt den Hauptanteil der Weinerzeugung dar. Legendär sind auch die großen edelsüßen Rheingauer Auslesen, während Eisweine eher selten geerntet werden. 
Natürlich ist nicht alles, was zum Kernbereich gehört, gesegnetes Weinland. Aber die berühmten Lagen des Rheingau liegen fast ausnahmslos dort: Rauenthaler Baiken, Kiedricher Gräfenberg (Monopollage des Weinguts Robert Weil), Hattenheimer Nussbrunnen, Oestricher Lenchen, Rüdesheimer Schloßberg, Rüdesheimer Berg Rottland, um nur einige klangvolle Namen zu nennen (in letzteren zwei Lagen ist das Weingut Leitz begütert). Die unterschiedliche Güte der Rebflächen wurde in einer Lagenkarte, die der Rheingauer Weinbauverband 1999 herausgegegeben hat, parzellengenau markiert. Diese Lagenkarte war die Grundlage für das „Erste Gewächs", das der Rheingau schon vor den „Ersten Lagen" des VDP und den darauf basierenden Großen Gewächsen eingeführt hat. Bis heute ist Hessen das einzige Bundesland, in dem eine Lagenklassifikation Gesetzeskraft hat.

Weinberg mit Stadt im Hintergrund
Berg Rottland
Weinfeld vor Schloss und Rhein
Der Schlossberg

Diversität auf kleinem Platz

So kompakt das Gebiet auch ist: Es gibt erhebliche Lagenunterschiede. Sie gehen auf die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit und Sonnenexposition der Weinberge zurück und sorgen dafür, dass der Wein des einen Weinbergs groß ist und der des benachbarten Weinbergs bescheiden bleibt.

Über die Ursachen kann man spekulieren. Vielleicht spielt eine Rolle, dass der Rheingau zum Naherholungsgebiet für Großstädte wie Wiesbaden und Frankfurt geworden ist, deren Einwohner es an warmen Frühlings- und Sommerwochenenden zu Tausenden ins Grüne zieht und die sich mit den Qualitäten, die in Landgasthöfen und Straußwirtschaften ausgeschenkt werden, zufrieden geben. Zu einer deftigen Brotzeit mögen die Weine passen. Aber ein Riesling, der zur Weltklasse gehört, verlangt eine andere gastronomische Begleitung. 

Vielleicht liegt es auch daran, dass es den zahlreichen adeligen Gutsherren, die noch immer im Besitz des Großteils der besten Lagen sind, am „Wein-Gen" fehlt, das die Winzersöhne und -töchter in Rheinhessen oder an der Nahe im Blut haben. Viele Weingrafen sind in die Finanzwirtschaft abgewandert und lassen ihre ererbten Latifundien von angestelltem Personal verwalten. Dem einen oder anderen Wein schmeckt man es an. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Malaise rasch ändert, bevor auch die ausländischen Rieslingfreunde es merken. 

So kompakt das Gebiet auch ist: Es gibt erhebliche Lagenunterschiede