Rotwein, Rheingau, 2016 Deutschland August Kesseler

Pinot Noir Assmannshausen Höllenberg Grosses Gewächs 2016

Lobenberg: In diesem Assmannshäuser Höllenberg sind die ältesten Reben. Uralte französische Klone zusammen mit wurzelechten, deutschen Klonen auf uraltem Schiefer gewachsen. Über 70 Jahre alt. Der Wein wird nur in einem so großen Jahr wie 2016 und 2015 erzeugt, selbst 2014 und 2013 gab...

Rotwein, Rheingau, 2016 Deutschland August Kesseler

Rüdesheim Berg Schlossberg Pinot Noir Großes Gewächs 2016

Lobenberg: Die Reben sind zwischen 45 und 50 Jahre alt. Das Terroir ist ein Flickenteppich von Löss-/Lehm- bis Schieferböden und Quarzit. Gleiches Prozedere: Komplett entrappt, sofortige Vergärung in der offenen Bütt, Ausbau zu 1/3 im neuen Barrique, 1/3 zweijähriges Barrique, 1/3...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland von Oetinger

JOTT 2017

Lobenberg: Ein spontan vergorener Müller-Thurgau aus alten Reben, mit langer Maischestandzeit. Das ist ziemlich abgefahrenes Zeug. Der Wein wird sieben Tage, auf den Rappen stehend, kalt mazeriert. Bevor er als Ganztraube gepresst wird und in die spontane Vergärung geht. Die Nase sehr...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland von Oetinger

Weißburgunder 2017

Lobenberg: Von diesem Weißburgunder gibt es nur 800 Liter. Er wird das erste Mal separat als Weißburgunder abgefüllt werden. Ansonsten wurde es immer in einer Cuvee verschnitten. Alte Weißburgunderreben, die auf Löss- und Lehmböden stehen. Als Ganztraube vier bis fünf Tage kalt...

Rotwein, Rheingau, 2016 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Assmannshausen Pinot Noir "S" trocken 2016

Lobenberg: Das ist eine Parzelle mit älteren Reben. Alles 1981 gepflanzt – deutsche Klone. In der offenen Bütt vergoren mit unter 10% Rappenanteil. Ausbau dann zu 20% im neuen Holz, 500 Liter Fässer. Auch dieser Wein verweilt für eine Gesamtdauer von 22 Monaten im Holz. Keine Batonnage....

Rotwein, Rheingau, 2016 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Rüdesheim Pinot Noir "S" trocken 2016

Lobenberg: Der S stammt, wie alle Weine bei diesem Weingut, aus der Hand des schon von der Krone berühmten Peter Perabo. Das S steht für den dichtesten Wein aus ältesten Reben. Wie schon beim normalen Pinot hier das gleiche Thema: gelber Schiefer mit Löss-/Lehmanteilen. Wärmerer Boden,...

Rotwein, Rheingau, 2015 Deutschland J.B. Becker

Wallufer Walkenberg Spätburgunder Spätlese Alte Reben trocken 2015

Lobenberg: Beckers Pinots bleiben nach der Vergärung im Holzfass zwei volle Jahre im großen alten Holzfass (keine Barriques), erste geringe Schwefelgabe nach Abschluss des biologischen Säureabbaues (nach einem Jahr) Einstellung des Schwefels auf niedrigem Wert kurz vor der Abfüllung....

Weißwein, Rheingau, 2016 Deutschland Peter Jakob Kühn

Riesling Oestrich Doosberg Großes Gewächs trocken 2016

Lobenberg: Peter Jakob Kühn bzw. sein Sohn Peter Bernhard haben die Ausbauzeiten ja vor Jahren schon verändert. Die normalen GGs Nikolaus und Doosberg liegen jetzt für zwei Jahre im großen Holzfass – erst auf der Vollhefe, dann auf der Feinhefe. In diesem Fall 14 Monate auf der...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Robert Weil

Kiedrich Gräfenberg Riesling Großes Gewächs trocken 2017

Lobenberg: Da bin ich jetzt aber mal gespannt, denn der Turmberg zuvor war schon ultra gut. Überhaupt hat das Weingut Robert Weil in 2017 eine grandiose Serie hingelegt, weil sie eine Kombination aus dem genialen Trinkfluss des 2016er, der Reife der Frucht aus 2011 und dazu eine Säure,...

Weißwein, Rheingau, 2016 Deutschland August Kesseler

Riesling Rüdesheim trocken 2016

Lobenberg: Vergoren spontan im Edelstahl und dann 8 Monate auf der Feinhefe belassen. Das Ganze geerntet aus älteren Reben, zwischen 30-50 Jahre alt. Aus Rüdesheim. 2016 ist der Wein etwas erwachsener geworden. Feiner, spielerischer, schon ein richtiger Wein. Traubige Noten, aber auch...

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Rebzeilen auf Weinberg am Rhein
Blick auf den Rhein

Eine Region mit großer Tradition

Das herrschaftlich über dem Rhein thronende Schloss Johannisberg, das versteckt am Hügel liegende Schloss Vollrads, das in einer Talsenke verschwindende Kloster Eberbach - sie sind die Glanzpunkte der großen Rheingauer Weinbautradition, die mit den Römern begann, von Beneditktinern und Zisterziensern im Mittelalter vorangetrieben wurde und in der Neuzeit vom Adel perfektioniert und in die Welt hinausgetragen wurde. Noch vor hundert Jahren wurden die "Hocks", wie die Rheingauer Rieslinge genannt wurden, zu Preisen wie erstklassige Bordeauxweine gehandelt. 

Der Rebengürtel an den Ausläufern des Taunus ist Kernbereich des Rheingaus. Nach oben begrenzt durch die Waldrand, nach unten durch den Rhein, ist es ein von der Ausdehnung her kleines, weinbaulich jedoch ziemlich kompaktes Gebiet. Sieht man von der Fläche ab, die für Häuser und Straßen benötigt wird, ist dort fast jeder Quadratmeter mit Reben bepflanzt. Und Reben heißt: Riesling. Knapp 80 Prozent der Rheingauer Rebfläche ist mit dieser Sorte bestockt. Nicht einmal an der Mosel ist der prozentuale Anteil dieser Sorte so hoch.

Rheingau ist nicht Mosel, ist nicht Pfalz

Auch der Stil des Rheingauer Rieslings unterscheidet sich deutlich von dem der Mosel. Die Weine sind durchweg voller, die Säure ist weiniger. Das liegt am wärmeren Klima. Die Jahresdurchschnittstemperatur des Rheingau liegt deutlich über 10° Celsius, die Zahl der Sonnenstunden ist um 20 Prozent höher. Alles zusammen führt dazu, dass der trockene und halbtrockene Riesling im Rheingau sehr viel häufiger vorkommt als an der Mosel. Er stellt den Hauptanteil der Weinerzeugung dar. Legendär sind auch die großen edelsüßen Rheingauer Auslesen, während Eisweine eher selten geerntet werden. 
Natürlich ist nicht alles, was zum Kernbereich gehört, gesegnetes Weinland. Aber die berühmten Lagen des Rheingau liegen fast ausnahmslos dort: Rauenthaler Baiken, Kiedricher Gräfenberg (Monopollage des Weinguts Robert Weil), Hattenheimer Nussbrunnen, Oestricher Lenchen, Rüdesheimer Schloßberg, Rüdesheimer Berg Rottland, um nur einige klangvolle Namen zu nennen (in letzteren zwei Lagen ist das Weingut Leitz begütert). Die unterschiedliche Güte der Rebflächen wurde in einer Lagenkarte, die der Rheingauer Weinbauverband 1999 herausgegegeben hat, parzellengenau markiert. Diese Lagenkarte war die Grundlage für das „Erste Gewächs", das der Rheingau schon vor den „Ersten Lagen" des VDP und den darauf basierenden Großen Gewächsen eingeführt hat. Bis heute ist Hessen das einzige Bundesland, in dem eine Lagenklassifikation Gesetzeskraft hat.

Weinberg mit Stadt im Hintergrund
Berg Rottland
Weinfeld vor Schloss und Rhein
Der Schlossberg

Diversität auf kleinem Platz

So kompakt das Gebiet auch ist: Es gibt erhebliche Lagenunterschiede. Sie gehen auf die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit und Sonnenexposition der Weinberge zurück und sorgen dafür, dass der Wein des einen Weinbergs groß ist und der des benachbarten Weinbergs bescheiden bleibt.

Über die Ursachen kann man spekulieren. Vielleicht spielt eine Rolle, dass der Rheingau zum Naherholungsgebiet für Großstädte wie Wiesbaden und Frankfurt geworden ist, deren Einwohner es an warmen Frühlings- und Sommerwochenenden zu Tausenden ins Grüne zieht und die sich mit den Qualitäten, die in Landgasthöfen und Straußwirtschaften ausgeschenkt werden, zufrieden geben. Zu einer deftigen Brotzeit mögen die Weine passen. Aber ein Riesling, der zur Weltklasse gehört, verlangt eine andere gastronomische Begleitung. 

Vielleicht liegt es auch daran, dass es den zahlreichen adeligen Gutsherren, die noch immer im Besitz des Großteils der besten Lagen sind, am „Wein-Gen" fehlt, das die Winzersöhne und -töchter in Rheinhessen oder an der Nahe im Blut haben. Viele Weingrafen sind in die Finanzwirtschaft abgewandert und lassen ihre ererbten Latifundien von angestelltem Personal verwalten. Dem einen oder anderen Wein schmeckt man es an. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Malaise rasch ändert, bevor auch die ausländischen Rieslingfreunde es merken. 

So kompakt das Gebiet auch ist: Es gibt erhebliche Lagenunterschiede