Weißwein, Rheingau, 2018 Deutschland August Kesseler

The Daily August Riesling VDP Gutswein trocken

Lobenberg: Der Wein kommt überwiegend aus Eltviller und Erbacher Weinbergen und ist mit Schrauber ausgestattet. Unglaubliche saftige Nase. Mirabellen, Aprikose, rote Zitrusfrüchte, Orangenabrieb, Zitronengras, gesüßter Darjeeling-Tee, ein Hauch gelbe Melone dazu. Unglaublich charmant. ...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Leitz

Rheingau Riesling QbA Eins-Zwei-Dry trocken

Lobenberg: Sehr feiner Fruchtaromatik, Zitrusfrucht, Granny Smith Apfel, etwas Quitte, fein, zart, duftig, aber auch mit viel Wärme, mild in der Säure, etwas Orangen- und Zitronenschale. Frischer, fast krisper Mund mit feiner Fruchtrundheit, feiner Schmelz, sehr saftig, lecker!...

Weißwein, Rheingau, 2013 Deutschland Bischöfliches Weingut Rüdesheim

Rüdesheim Berg Schlossberg Riesling Spätlese (fruchtsüß)

Lobenberg: Der Schlossberg ist die wohl beste, teuerste und bekannteste Lage Rüdesheims und zusammen mit dem Baiken, Gräfenberg und dem Marcobrunn des gesamten Rheingaus. Eine Schiefersteillage direkt am Rhein, teilweise terrassiert, alter Rebenbestand. Und wieder muss ich eine Spätlese...

Rosé, Rheingau, 2018 Deutschland August Kesseler

The Daily August Rose VDP Gutswein trocken

Lobenberg: Der Wein bestand früher zu 100% aus Saignée (Saftabzug) der Moste der Großen Gewächse, inzwischen nur noch 50% Saignée und 50% Direktpressung von Pinot Noir Trauben aus Rüdesheim und Assmannshausen. Schicke Nase, viel reife Zitrusfrucht zusammen mit süßer Himbeere, Kirsche,...

Rotwein, Rheingau, 2017 Deutschland August Kesseler

The Daily August Pinot Noir VDP Gutswein trocken

Lobenberg: 100% eigene Reben. Alle jungen Parzellen aus dem Höllenberg, aus Rüdesheim und aus Erbach. Der Wein wird in 100% Handlese geerntet, komplett entrappt, offener Ausbau im Maischebehälter und Ausbau zu 50% im Barrique – zweite und dritte Belegung. Und 40% im großen Holzfass. Die...

Weißwein, Rheingau, 2016 Deutschland Joern Goziewski

JOERN Riesling Gutswein Experimentell trocken

Lobenberg: Tolle Zitrusnoten in der Nase, Kieselsteine und darüber eine leichte Note von Butterblume. Im Mund frisch und cremig, wegen der leichten Tanninstruktur fast widersprüchlich, aber dadurch herrlich spannungsgeladen. Deutliche Phenolik spürbar dank des längeren Schalenkontakts....

Weißwein, Rheingau, 2013 Deutschland J.B. Becker

Wallufer Walkenberg Riesling Kabinett trocken

Lobenberg: 2013 ist so ein spannendes Jahr, aufregend genau wie 2010 und mit zunehmender Reife kommt der 2013er immer besser, auch genau wie 2010. Diese kühleren, vielleicht anfangs weniger charmanten Jahre, die sich nicht gleich in der Jugend schon so erschließen wie die heißen Jahre,...

Weißwein, Rheingau, 2016 Deutschland Leitz

Rüdesheimer Riesling trocken

Lobenberg: Dieser Wein setzt sich aus Einzellagen zusammen, hauptsächlich aus Bischofsberg und Drachenstein, also Weine, die auch als Erste Lage gefüllt werden könnten, weil Johannes Leitz bewusst eine Top-Qualität in der gehobenen Basis zeigen möchte - er hat ja auch genügend Fläche...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Peter Jakob Kühn

Riesling Jacobus trocken

Lobenberg: 2017 war nach 2016 das witterungstechnisch zweite schwierige Jahr in Folge. Es war aber auch das zweite grandiose Jahr in der Qualität, aber eben auch kompliziert und arbeitsintensiv. Es gab im April den deutschlandweiten großen Frost mit ganz erheblichen Verlusten. Zwar gab...

Weißwein, Rheingau, 2018 Deutschland Peter Jakob Kühn

Riesling Jacobus trocken

Lobenberg: Perfektes Lesegut mit hoher Reife und gleichzeitig hoher Frische. Der Gutswein des Hauses wird als Ganztraube langsam über 6 Stunden abgepresst. Also nur leichte Phenolik. Dann spontan vergoren. Hälftig im Stahl und im Holz. Danach Verbleib auf der Hefe bis zum nächsten...

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Rebzeilen auf Weinberg am Rhein
Blick auf den Rhein

Eine Region mit großer Tradition

Das herrschaftlich über dem Rhein thronende Schloss Johannisberg, das versteckt am Hügel liegende Schloss Vollrads, das in einer Talsenke verschwindende Kloster Eberbach - sie sind die Glanzpunkte der großen Rheingauer Weinbautradition, die mit den Römern begann, von Beneditktinern und Zisterziensern im Mittelalter vorangetrieben wurde und in der Neuzeit vom Adel perfektioniert und in die Welt hinausgetragen wurde. Noch vor hundert Jahren wurden die "Hocks", wie die Rheingauer Rieslinge genannt wurden, zu Preisen wie erstklassige Bordeauxweine gehandelt. 

Der Rebengürtel an den Ausläufern des Taunus ist Kernbereich des Rheingaus. Nach oben begrenzt durch die Waldrand, nach unten durch den Rhein, ist es ein von der Ausdehnung her kleines, weinbaulich jedoch ziemlich kompaktes Gebiet. Sieht man von der Fläche ab, die für Häuser und Straßen benötigt wird, ist dort fast jeder Quadratmeter mit Reben bepflanzt. Und Reben heißt: Riesling. Knapp 80 Prozent der Rheingauer Rebfläche ist mit dieser Sorte bestockt. Nicht einmal an der Mosel ist der prozentuale Anteil dieser Sorte so hoch.

Rheingau ist nicht Mosel, ist nicht Pfalz

Auch der Stil des Rheingauer Rieslings unterscheidet sich deutlich von dem der Mosel. Die Weine sind durchweg voller, die Säure ist weiniger. Das liegt am wärmeren Klima. Die Jahresdurchschnittstemperatur des Rheingau liegt deutlich über 10° Celsius, die Zahl der Sonnenstunden ist um 20 Prozent höher. Alles zusammen führt dazu, dass der trockene und halbtrockene Riesling im Rheingau sehr viel häufiger vorkommt als an der Mosel. Er stellt den Hauptanteil der Weinerzeugung dar. Legendär sind auch die großen edelsüßen Rheingauer Auslesen, während Eisweine eher selten geerntet werden. 
Natürlich ist nicht alles, was zum Kernbereich gehört, gesegnetes Weinland. Aber die berühmten Lagen des Rheingau liegen fast ausnahmslos dort: Rauenthaler Baiken, Kiedricher Gräfenberg (Monopollage des Weinguts Robert Weil), Hattenheimer Nussbrunnen, Oestricher Lenchen, Rüdesheimer Schloßberg, Rüdesheimer Berg Rottland, um nur einige klangvolle Namen zu nennen (in letzteren zwei Lagen ist das Weingut Leitz begütert). Die unterschiedliche Güte der Rebflächen wurde in einer Lagenkarte, die der Rheingauer Weinbauverband 1999 herausgegegeben hat, parzellengenau markiert. Diese Lagenkarte war die Grundlage für das „Erste Gewächs", das der Rheingau schon vor den „Ersten Lagen" des VDP und den darauf basierenden Großen Gewächsen eingeführt hat. Bis heute ist Hessen das einzige Bundesland, in dem eine Lagenklassifikation Gesetzeskraft hat.

Weinberg mit Stadt im Hintergrund
Berg Rottland
Weinfeld vor Schloss und Rhein
Der Schlossberg

Diversität auf kleinem Platz

So kompakt das Gebiet auch ist: Es gibt erhebliche Lagenunterschiede. Sie gehen auf die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit und Sonnenexposition der Weinberge zurück und sorgen dafür, dass der Wein des einen Weinbergs groß ist und der des benachbarten Weinbergs bescheiden bleibt.

Über die Ursachen kann man spekulieren. Vielleicht spielt eine Rolle, dass der Rheingau zum Naherholungsgebiet für Großstädte wie Wiesbaden und Frankfurt geworden ist, deren Einwohner es an warmen Frühlings- und Sommerwochenenden zu Tausenden ins Grüne zieht und die sich mit den Qualitäten, die in Landgasthöfen und Straußwirtschaften ausgeschenkt werden, zufrieden geben. Zu einer deftigen Brotzeit mögen die Weine passen. Aber ein Riesling, der zur Weltklasse gehört, verlangt eine andere gastronomische Begleitung. 

Vielleicht liegt es auch daran, dass es den zahlreichen adeligen Gutsherren, die noch immer im Besitz des Großteils der besten Lagen sind, am „Wein-Gen" fehlt, das die Winzersöhne und -töchter in Rheinhessen oder an der Nahe im Blut haben. Viele Weingrafen sind in die Finanzwirtschaft abgewandert und lassen ihre ererbten Latifundien von angestelltem Personal verwalten. Dem einen oder anderen Wein schmeckt man es an. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Malaise rasch ändert, bevor auch die ausländischen Rieslingfreunde es merken. 

So kompakt das Gebiet auch ist: Es gibt erhebliche Lagenunterschiede