Weißwein, Rheingau, 2010 Deutschland Georg Breuer

Sekt Georg Breuer Brut Flaschengärung

Lobenberg: Es handelt sich um eine Cuvée aus Spätburgunder, Weißburgunder und Grauburgunder. Grauburgunder im Holz ausgebaut. Die beiden anderen Rebsorten im Stahl. Flaschengärung. Dieser Sekt im Champagner-Verfahren ist 70 Monate auf der Hefe. Im Januar 2018 dégorgiert. Die Nase zeigt...

Weißwein, Rheingau, 2016 Deutschland Georg Breuer

Rüdesheimer Berg Rottland Riesling trocken

Lobenberg: Umgestellt seit einigen Jahren. Die flachen Teile der Lagen wurden herausgenommen. Nur noch Steillage zur Rheinfront. Reine Südexposition, 35 Jahre alte Reben. Ganz klassische Ganztraubenpressung. Spontan vergoren. Ausbau im großen Holz. Es ist schon verblüffend wie eben...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Georg Breuer

Terra Montosa Riesling trocken

Lobenberg: Ein klassischer Zweitwein: bei der Cuveetierung der Fässer vorgenommene Auswahl aus den Lagen Roseneck, Rottland, Schlossberg. Eine klassische Abwertung der Fässer, wie bspw. auch beim Eierfels von Diel. Sind alles Schieferböden, kühle Lagen. Der Wein zeigt immer relativ früh...

Weißwein, Rheingau, 2017 Deutschland Georg Breuer

Riesling Rüdesheimer Estate trocken

Lobenberg: Der Estate Riesling von Theresa Breuer zählt zu den verlässlichsten Gutsweinen Deutschlands. Das liegt nicht zuletzt darin, dass das komplette Lesegut ausschließlich aus Rüdesheimer Lagen von Schieferböden stammt. Im Prinzip muss man hier also schon von einem Ortswein...

Rotwein, Rheingau, 2016 Deutschland Georg Breuer

Spätburgunder - Pinot Noir

Lobenberg: Der erste Rotwein des Hauses. Der Wein wird ausgebaut im 600 Liter Halbstückfass – neues Holz. Spotanvergärung. Verbleib für 12 Monate auf der Hefe ohne Batonnage. In den Lagen Schlossberg und Rottland stehend. Dieser französische Klon ist verblüffend. Er steht nicht in den...

Weißwein, Rheingau, 2014 Deutschland J.B. Becker

Eltviller Rheinberg Riesling Sekt Brut Nature Flaschengärung

Lobenberg: Ein Non-Dosage-Sekt mit 11.5% Alkohol. Die zweite Vergärung wird nicht mit Zucker sondern nur mit Saft durchgeführt, also Most. Der Zuckergehalt liegt unter 2g/l. Ganz feine Briochenase, Kamille, reife Birne, reifer Apfel, kaum Süße ausstrahlend aber trotzdem hohe Saftigkeit...

Weißwein, Rheingau, 2008 Deutschland J.B. Becker

Wallufer Walkenberg Riesling Kabinett trocken

Lobenberg: 1,2 g Restzucker, knochentrocken. Fast noch frischer und knackiger als der 92 er Kabinett, mit einem Alterungspotential von weiteren 20 Jahren. Manzanilla Sherrytöne, grandiose Länge. Sehr schlank, Quitte, Apfel, feine Salzspur auf der Zunge. Grandioser mineralisch salziger...

Weißwein, Rheingau, 2013 Deutschland J.B. Becker

Wallufer Walkenberg Riesling Kabinett trocken

Lobenberg: 2013 ist so ein spannendes Jahr, aufregend genau wie 2010 und mit zunehmender Reife kommt der 2013er immer besser, auch genau wie 2010. Diese kühleren, vielleicht anfangs weniger charmanten Jahre, die sich nicht gleich in der Jugend schon so erschließen wie die heißen Jahre,...

Weißwein, Rheingau, 2008 Deutschland J.B. Becker

Wallufer Walkenberg Riesling Spätlese Alte Reben trocken

Lobenberg: Vorher habe ich 2017er, 2013er, 2010er probiert und man mag es kaum glauben, 2008 steht daneben glasklar, geradezu glockenklar im Glas. Klar haben wir auch hier diese feinen karamelligen Reifenoten und eine leichte Honigspur, aber der Wein ist so frisch, so fein. Die Frucht...

Weißwein, Rheingau, 2010 Deutschland J.B. Becker

Wallufer Walkenberg Riesling Spätlese Alte Reben trocken

Lobenberg: Zuvor habe ich aus der gleichen Lage das 2013er Kabinett probiert und diese 2010er Spätlese präsentiert sich tendenziell sogar frischer als dieser. Und doch hat er diese wunderbare, langsam anklingende Reife, diese karamellige Süß-Salzigkeit in der Nase. Becker-typisch ein...

Artikel 31 - 40 von 84
Artikel pro Seite
Rebzeilen auf Weinberg am Rhein
Blick auf den Rhein

Eine Region mit großer Tradition

Das herrschaftlich über dem Rhein thronende Schloss Johannisberg, das versteckt am Hügel liegende Schloss Vollrads, das in einer Talsenke verschwindende Kloster Eberbach - sie sind die Glanzpunkte der großen Rheingauer Weinbautradition, die mit den Römern begann, von Beneditktinern und Zisterziensern im Mittelalter vorangetrieben wurde und in der Neuzeit vom Adel perfektioniert und in die Welt hinausgetragen wurde. Noch vor hundert Jahren wurden die "Hocks", wie die Rheingauer Rieslinge genannt wurden, zu Preisen wie erstklassige Bordeauxweine gehandelt. 

Der Rebengürtel an den Ausläufern des Taunus ist Kernbereich des Rheingaus. Nach oben begrenzt durch die Waldrand, nach unten durch den Rhein, ist es ein von der Ausdehnung her kleines, weinbaulich jedoch ziemlich kompaktes Gebiet. Sieht man von der Fläche ab, die für Häuser und Straßen benötigt wird, ist dort fast jeder Quadratmeter mit Reben bepflanzt. Und Reben heißt: Riesling. Knapp 80 Prozent der Rheingauer Rebfläche ist mit dieser Sorte bestockt. Nicht einmal an der Mosel ist der prozentuale Anteil dieser Sorte so hoch.

Rheingau ist nicht Mosel, ist nicht Pfalz

Auch der Stil des Rheingauer Rieslings unterscheidet sich deutlich von dem der Mosel. Die Weine sind durchweg voller, die Säure ist weiniger. Das liegt am wärmeren Klima. Die Jahresdurchschnittstemperatur des Rheingau liegt deutlich über 10° Celsius, die Zahl der Sonnenstunden ist um 20 Prozent höher. Alles zusammen führt dazu, dass der trockene und halbtrockene Riesling im Rheingau sehr viel häufiger vorkommt als an der Mosel. Er stellt den Hauptanteil der Weinerzeugung dar. Legendär sind auch die großen edelsüßen Rheingauer Auslesen, während Eisweine eher selten geerntet werden. 
Natürlich ist nicht alles, was zum Kernbereich gehört, gesegnetes Weinland. Aber die berühmten Lagen des Rheingau liegen fast ausnahmslos dort: Rauenthaler Baiken, Kiedricher Gräfenberg (Monopollage des Weinguts Robert Weil), Hattenheimer Nussbrunnen, Oestricher Lenchen, Rüdesheimer Schloßberg, Rüdesheimer Berg Rottland, um nur einige klangvolle Namen zu nennen (in letzteren zwei Lagen ist das Weingut Leitz begütert). Die unterschiedliche Güte der Rebflächen wurde in einer Lagenkarte, die der Rheingauer Weinbauverband 1999 herausgegegeben hat, parzellengenau markiert. Diese Lagenkarte war die Grundlage für das „Erste Gewächs", das der Rheingau schon vor den „Ersten Lagen" des VDP und den darauf basierenden Großen Gewächsen eingeführt hat. Bis heute ist Hessen das einzige Bundesland, in dem eine Lagenklassifikation Gesetzeskraft hat.

Weinberg mit Stadt im Hintergrund
Berg Rottland
Weinfeld vor Schloss und Rhein
Der Schlossberg

Diversität auf kleinem Platz

So kompakt das Gebiet auch ist: Es gibt erhebliche Lagenunterschiede. Sie gehen auf die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit und Sonnenexposition der Weinberge zurück und sorgen dafür, dass der Wein des einen Weinbergs groß ist und der des benachbarten Weinbergs bescheiden bleibt.

Über die Ursachen kann man spekulieren. Vielleicht spielt eine Rolle, dass der Rheingau zum Naherholungsgebiet für Großstädte wie Wiesbaden und Frankfurt geworden ist, deren Einwohner es an warmen Frühlings- und Sommerwochenenden zu Tausenden ins Grüne zieht und die sich mit den Qualitäten, die in Landgasthöfen und Straußwirtschaften ausgeschenkt werden, zufrieden geben. Zu einer deftigen Brotzeit mögen die Weine passen. Aber ein Riesling, der zur Weltklasse gehört, verlangt eine andere gastronomische Begleitung. 

Vielleicht liegt es auch daran, dass es den zahlreichen adeligen Gutsherren, die noch immer im Besitz des Großteils der besten Lagen sind, am „Wein-Gen" fehlt, das die Winzersöhne und -töchter in Rheinhessen oder an der Nahe im Blut haben. Viele Weingrafen sind in die Finanzwirtschaft abgewandert und lassen ihre ererbten Latifundien von angestelltem Personal verwalten. Dem einen oder anderen Wein schmeckt man es an. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Malaise rasch ändert, bevor auch die ausländischen Rieslingfreunde es merken. 

So kompakt das Gebiet auch ist: Es gibt erhebliche Lagenunterschiede