Jahrgang 2016 - Weißwein - Riesling 100%

Marienburg Riesling Großes Gewächs Rothenpfad trocken

Marienburg Riesling Großes Gewächs Rothenpfad trocken

Marienburg Riesling Großes Gewächs Rothenpfad trocken

Lobenberg 100

Lobenberg: Extrem reif war eigentlich nur die Terrassenmosel. Hier bei Clemens Busch konnte und musste wesentlich länger zugewartet werden. Die Ernte verlief bis Anfang November. Die Säurewerte für die alten Anlagen lagen zwischen 8 und 9 Gramm. Der Restzucker im Bereich von 5 bis 6 Gramm. Die Alkoholwerte bei bescheidenen 12 bis 12,5%. Das heißt, wir sind hier in dem Bereich, den es optimal zu treffen gilt, den man aber fast nie erwischt. Bei Clemens Busch handelt es sich um ein biodynamisches Weingut. Grundsätzlich Ganztraubenabpressung, kurze Maischestandzeit, spontane Vergärung und Ausbau aller Weine im alten Holz. Rothenpfad ist roter Schiefer. Süd, Südost-Exposition. Wird grundsätzlich etwas später gelesen als in anderen GG Lagen, da es ein wenig kühler ist. Für den Jahrgang 2016 mit diesem perfekten Indien Summer, war dies natürlich überhaupt kein Problem. Die Mostgewichte waren bescheiden, das heißt, wir erreichen hier mit dem Alkohol in einem GG nur knapp über 12% und sind gleichzeitig bei einer Säure von über 8 und einem Restzucker von 4 bis 5. Aber der schmelzige Jahrgang tut sein Übriges. Trotz des geringen Alkohols haben wir tiefe, würzige, schmelzige, fast karamellige Süße unter der spannenden, vibrierenden Rotschiefer-Mineralität. Bratapfel und Mandarine in der Nase. Feine Birne, weißes Steinobst. Toller Zug im Mund, fast explosiv und krachend. Grandiose Spannung, die Augen ziehen sich zusammen. Fast rollt sich die Zunge. Die Säure ist zwar insgesamt geringer als in Extremjahren, aber doch verdammt hoch, und das passt so gut zu diesem reifen Schmelz des Jahrgangs 2016. Für mich ist dieser Rothenpfad in diesem Jahr vielleicht sogar eines der spannendsten Großen Gewächse bei Clemens Busch, weil wir hier diese Quadratur des Kreises hinbekommen. Diesen totalen Schmelz, die Wärme der Frucht, und trotzdem geringer Alkohol und hohe Säure. Also warm, süffig, würzig und opulent in Verbindung mit Finesse und tänzelnder, spannender Vibration. Ich finde, das ist ein ziemlich spannendes Großes Gewächs. 98-100/100

-- Parker: From red slate, the flinty-flavored 2016 Pündericher Marienburg Riesling GG "Rothenpfad" is pure, fresh, precise and intense on the nose, indicating perfectly ripe yet remarkably fine fruit and great mineral complexity. Full-bodied, lush and intense on the palate, with very fine tannins, mineral flavors and almost round, silky-textured fruit, this is a powerful but impressively finessed Rothenpfad with remarkable purity and mineral tension. The acidity is absolutely fine, and the long finish reveals remarkable balance. Still young but very promising. Bottled at the end of September; tasted February 2018. 94/100

-- Weinwisser: Clemens Busch weiss wohl um die Sperrigkeit seiner Grossen Gewächse in jun­ gen Jahren und stellt deshalb auch gern ein­ mal ein reiferes Beispiel vor, um zu zeigen, wo die Reise hingeht. Der Duft des 2014er Rothenpfad deutet dann auch schon die wachsigen und rauchigen Noten an, die von den Liebhabern reifer Rieslinge so hochge­ schätzt, von Uneingeweihten dagegen nicht immer verstanden werden. So wären auch die enttäuscht, die sich auf Frucht freuen, denn beim Geschmack dreht sich (fast) alles um Mineralik. Eine geschmeidige Textur för­ dert den Trinkfluss, auch ein Hauch von Grapefruit winkt, aber dann geht es doch wieder ab ins Mineralische mit Stein und Rauch. Trocken pur. 18/20


Rebsorten:
Riesling 100%
Artikelnummer:
30676H
Jahrgang:
2016
Bewertung:
Lobenberg 98-100
Parker 94
Falstaff 94
Weinwisser 18
Trinkreife:
2020 - 2044
Alkoholgrad:
12,5% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
6er
Abfüller:
Clemens Busch, Kirchstraße 37, 56862 Pünderich, DEUTSCHLAND

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Clemens Busch

Das Weingut von Clemens Busch liegt im malerischen Pünderich am Anfang der Terrassenmosel. Seit 1986 arbeiten Rita und Clemens Busch hier nach strengen Kriterien des ökologischen Weinbaus, was sie sich inzwischen auch haben zertifizieren lassen. [...]

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