Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Gut Hermannsberg

Steinberg Riesling Großes Gewächs trocken 2019

Lieferbar ab KW 02 in 2021.

Lobenberg: Biologische Weinbergsarbeit, Ganztraubeneinmaischung, nur kurze Standzeiten, Spontanvergärung, Ausbau immer im Holz. Der Wein wächst auf 100 Prozent Quarz-Porphyr-Terroir. Also sehr hartes Gestein. Das ergibt immer unglaublich kristallklare und strahlende Weine. Die Nase des...

Weißwein, Nahe, 2018 Deutschland Gut Hermannsberg

Felsenberg Riesling Großes Gewächs trocken 2018

Lobenberg: Erstmalig in 2018 wird der Hektar Felsenberg im Besitz von Gut Hermannsberg unter diesem Label kommerzialisiert. Der Weinberg liegt direkt im Anschluss an die Kupfergrube, also auch noch auf rotem Vulkangestein allerdings mit einem Twist in der Neigung Richtung Südsüdwest...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Gut Hermannsberg

Felsenberg Riesling Großes Gewächs trocken 2019

Lieferbar ab KW 02 in 2021.

Lobenberg: Biologische Weinbergsarbeit, Ganztraubeneinmaischung, nur kurze Standzeiten, Spontanvergärung, Ausbau immer im Holz. Erstmalig seit 2018 wird der Felsenberg, im Besitz von Gut Hermannsberg, unter diesem Label wieder auf den Markt gebracht. Der Weinberg liegt direkt neben der...

Weißwein, Nahe, 2017 Deutschland Gut Hermannsberg

Hermannsberg Riesling Großes Gewächs trocken 2017

Lobenberg: Nach diesem Weinberg ist das Weingut benannt. Nur 200m von der Kupfergrube entfernt liegt der Hermannsberg, doch seine Böden und deren Charaktereigenschaften könnten nicht unterschiedlicher sein. Tonschiefer im Untergrund überweht von Löss, Melaphyr wurde vor über 100 Jahren...

Weißwein, Nahe, 2018 Deutschland Gut Hermannsberg

Hermannsberg Riesling Großes Gewächs trocken 2018

Lieferbar ab KW 02 in 2021.

Lobenberg: Nach diesem Weinberg ist das Weingut benannt. Nur 200m von der Kupfergrube entfernt liegt der Hermannsberg, doch seine Böden und deren Charaktereigenschaften könnten nicht unterschiedlicher sein. Tonschiefer im Untergrund überweht von Löss, Melaphyr wurde vor über 100 Jahren...

Weißwein, Nahe, 2017 Deutschland Gut Hermannsberg

Bastei Riesling Großes Gewächs trocken 2017

Lobenberg: Eine der spektakulärsten Weinbergslagen der Welt. Wie ein Amphitheater umschließt der rote Fels eine kleine Bühne auf der nur der Riesling so beeindruckend Ergebnisse bringt. Die Wurzeln wurzeln tief im Ryolithgeröll. Ständig kühler Luftzug in diesem Weinberg. Das...

Weißwein, Nahe, 2018 Deutschland Gut Hermannsberg

Bastei Riesling Großes Gewächs trocken 2018

Lieferbar ab KW 02 in 2021.

Lobenberg: Eine der spektakulärsten Weinbergslagen der Welt. Wie ein Amphitheater umschließt der rote Fels eine kleine Bühne auf der nur der Riesling so beeindruckend Ergebnisse bringt. Die Reben wurzeln tief im Rhyolithgeröll. Ständig kühler Luftzug in diesem Weinberg. Das...

Weißwein, Nahe, 2015 Deutschland Gut Hermannsberg

Kupfergrube Riesling Großes Gewächs Reserve 2015

Lieferbar ab KW 02 in 2021.

Lobenberg: Die Reserve-Version der legendären 15er Kupfergrube. Gleicher überragender Wein, etwas längeres Hefelager und danach einige Jahre Flaschenlager, Markteintritt am Beginn der Trinkreife. 7-8g Säure, unter 3g Restzucker, 12,5-13% Alkohol. Auch dieser Weinberg ist natürlich...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Schäfer Fröhlich

Blanc de Noir 2019

Lobenberg: Blanc de Noir ist seit einiger Zeit äußerst angesagt, viele wollen ihn, aber die wenigsten Top-Winzer produzieren einen. Umso besser, dass mit Tim Fröhlich einer der besten Weißwein-Winzer Deutschlands nun einen Wein dieser Kategorie anbietet. Ein weißgekelterter...

Weißwein, Nahe, 2016 Deutschland Schäfer Fröhlich

Bockenauer Felseneck "unterm Brünnchen" Riesling (Versteigerungswein) VDP Grosse Lage feinherb 2016

Lobenberg: Das beste Fass aus den ältesten Reben des GG Felseneck durfte experimentell bei feinherb verbleiben. Glasklar und messerscharf. der Wein liegt mit 12 Gramm Restzucker nur knapp über der Trockengrenze.... und das verleiht ihm Flügel. Uralte Reben, die beste Lage Tim Fröhlichs,...

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Vogelperspektive auf Weinberg mit Weinfeldern

DIE Nahe gibt es nicht

Im Vergleich zur Mosel ist der Anteil der trockenen Weine an der Nahe höher. Und anders als im Rheingau gibt es an der Nahe keine Riesling-Monokultur. Die Nobelrebe steht dort wirklich nur in den besten Lagen. Mit 27 Prozent ist ihr Anteil am Rebensortiment vergleichsweise gering. Zwei andere Weine, mit denen die Nahe brilliert, sind der Weiß- und der Grauburgunder. Sie fallen zwar nicht so stoffig aus wie ihre badischen Pendants, sind dafür aber geschmeidiger. Auch der Spätburgunder bringt in den wärmeren Bereichen des Anbaugebiets gute Qualitäten. Müller-Thurgau, Dornfelder und Silvaner werden jedoch häufiger angebaut, wobei die Vielfalt der Stile und Geschmacksrichtungen immer wieder beeindruckend ist. Schaumwein- und Perlwein, Blanc de Noirs, liebliche Rot- und halbvergorene Weissweine, echte Hochgewächse und dilettantische Cuvées - es gibt kaum etwas, das im Anbaugebiet nicht produziert wird. Die Nahe ergibt Weine, die mit denen der benachbarten Anbaugebiete Mosel und Rheingau absolut auf Augenhöhe sind, sie manchmal sogar überstrahlen. 

Die Nahe selbst ist ein Flüsschen, das im Hunsrück entspringt und bei Bingerbrück in den Rhein mündet. An vielen Stellen ist sie nur ein Bächlein, das munter durch Wiesen und Auwälder plätschert, während sich links und rechts steile Hänge und schroffe Felswände aufbauen. Ausgeräumte Landschaften, die von jeglichen Bäumen, Hecken, Feldgehölzen befreit wurden wie in Rheinhessen, gibt an der Nahe nicht, nicht einmal droben auf den Höhen des Hunsrück, wo der Wind kalt über die Äcker pfeift. Dass in den Weinbergen überall die Vögel zwitschern, gehört allerdings in den Bereich lokaler  Schönfärberei. Die Nahewinzer sind weder Romantiker noch Ökofreaks. Nüchtern, aber nicht kühl - so könnte man sie beschreiben. Dass sie reihenweise Nistkästen in ihren Weinbergen aufhängen, ist nicht bekannt.

Schaffen & Feiern

Schiffbar war die Nahe übrigens nie. Die Eisenbahn wurde erst spät gebaut, die Autobahnen noch später. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Anbaugebiet so verrufen, dass die preussische Obrigkeit eingreifen und Ordnung schaffen musste. Die Weinberge wurden neu angelegt, der gemischte Satz abgeschafft, der reinsortige Anbau gefördert. Aber auch danach hinkte die Nahe noch lange hinter der allgemeinen Entwicklung hinterher. Während die Weine anderer Gebiete in Deutschland schon hell glänzten, mussten die Nahetäler einen großen Teil ihres Weins noch selbst trinken, was sie freilich ebenso gerne wie ausgiebig taten. „Schaffen und feiern"  seien ihre Hauptbeschäftigungen, heisst es kritisch in einem Amtlichen Vermerk des Kreises Kreuznach aus dem Jahre 1954. Und weiter: „Ärztlicherseits wird behauptet, dass man hier solche Mengen Alkohol vertragen könne, die normalerweise gesundheitsschädlich wären. Doch konnte eine biologische Substanz, die eine Immunität gegen die Wirkungen des Alkohols herausgebildet hat, nicht gefunden werden."

Steilhang mit Weinfeldterrassen
Rebzeilen vor Steilhang

"Schenk reinen Wein ein"

Der Nahewein wurde noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein als "Rheinwein" vermarktet. Präzise Grenzen hat das Gebiet erst 1971 erhalten, als das Deutsche Weingesetz verabschiedet wurde. Seitdem haben die Naheweine merklich an Bekanntheit gewonnen. Die Winzer waren aufgewacht. 
Ein zweiter Bereich befindet sich weiter landeinwärts an der oberen Nahe. Vor dem Dorf Monzingen fallen zwei steile Hänge ins Auge, die wie eine schiefe Ebene ins Nahetal abfallen: der Halenberg und das Frühlingsplätzchen, zwei von Blauschiefer und Quarzit geprägte Lagen, die hochmineralische Rieslinge hervorbringen - die Paradeweine des Gutes Emrich-Schönleber. Auch Schäfer-Fröhlich ist im Halenberg begütert.

Die bestockte Rebfläche ist zwar nur halb groß wie die der Mosel. Doch ist sie stark zersplittert und weit auseinandergezogen. Das Herzstück des Anbaugebiets ist die mittlere Nahe zwischen Bad Kreuznach und Schlossböckelheim. Der Untergrund besteht in diesem Bereich aus kleinschotterigem, schwarzgrauem Schiefer, der mal mit vulkanischem Gestein, mal mit rotem Porphyr oder mit Kalkgestein durchsetzt ist. Dort sind die besten Lagen der Nahe wie an einer Perlenkette aufgereiht: Bastei, Rotenfels, Kirschheck, Dellchen, Kafels, Hermannshöhle, Kupfergrube, Felsenberg. Aus diesem Bereich kommen zum Beispiel die Weine von Gut Hermannsberg und von Helmut Dönnhoff, teilweise auch von Schäfer-Fröhlich.

Verschiedene Bodenformationen sind prägend

Ein dritte großräumige Bereich liegt an der unteren Nahe zwischen Bad Kreuznach und Bingerbrück. Dort findet man sandig-lehmige Böden, die nichts anderes sind als verwitterter Grünschiefer mit Phylliten und Quarziten, wie sie auch auf der Rheingauer Seite zu finden sind. Von dort kommen die kräftigen Rieslinge des Schloßguts Diel, die mal spielerisch-fruchtig, mal kraftvoll, mal mineralisch-salzig ausfallen. 
Fleissig sind die Nahetäler übrigens immer noch, und gefeiert wird ebenfalls noch gern. Ihren Alkoholkonsum haben sie jedoch notgedrungen reduziert. Der Wein ist zu teuer  geworden. Vom Preisniveau des Rheingauers ist er zwar noch ein kleines Stück entfernt, doch das Gefühl, etwas Wertvolles, ja Rares darzustellen, hat sich selbst bei den Durstigsten unter ihnen breit gemacht.

Natürlich ist ein kühles Anbaugebiet wie die Nahe auch für edelsüße Weine prädestiniert. Die Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen stehen denen des Rheingau in nichts nach, sind allerdings filigraner und manchmal noch säurebetonter. Und die Eisweine sind im Zweifelsfall nicht minder grandios als die von der Saar. Allerdings können sie nicht so regelmäßig geerntet werden wie dort.