Weißwein, Nahe, 2018 Deutschland Schlossgut Diel

Dorsheim Burgberg Riesling Großes Gewächs trocken 2018

Lieferbar ab KW 02 in 2021.

Lobenberg: Burgberg wächst komplett auf Quarzit, zum Teil auch ein bisschen eisenhaltiger Boden. Er wird erst 2020 auf den Markt kommen, das ist also eine Subskription. Das ist der größte Wein bei Diel, der auch vom verlängerten, 15-monatigen Hefelager profitiert. Der Wein lag zunächst...

Weißwein, Nahe, 2017 Deutschland Schlossgut Diel

Dorsheim Goldloch Riesling Großes Gewächs trocken 2017

Lobenberg: Das Goldloch steht auf Kieselstein und Lehm, über Urgestein aus der Permzeit. Dieses Urgestein ist vor Jahrmillionen unter hohem Druck als Presskonglomerat aus verschiedenen Steinen, Erden und Sänden entstanden. Harter Pressfels. Und in diesem wurzeln dann die Reben des...

Weißwein, Nahe, 2018 Deutschland Schlossgut Diel

Dorsheim Goldloch Riesling Großes Gewächs trocken 2018

Lobenberg: Das Goldloch steht auf Kieselstein und Lehm, über Urgestein aus der Permzeit. Dieses Urgestein ist vor Jahrmillionen unter hohem Druck als Presskonglomerat aus verschiedenen Steinen, Erden und Sänden entstanden. Harter Pressfels. Und in diesem wurzeln dann die Reben des...

Weißwein, Nahe, 2018 Deutschland Schlossgut Diel

Riesling Dorsheim trocken 2018

Lobenberg: Dorsheim ist Pittermännchen, Burgberg, Goldberg. Das sind die besten Lagen von Diel und dieser Dorsheim ist, wie auch der Eierfels, ein Teil der Spitzenlagen. Nicht der glasklare Zweitwein der Großen Gewächse, denn das ist der Eierfels, sondern die etwas jüngeren Reben aus...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Schlossgut Diel

Riesling Dorsheim trocken 2019

Lieferbar ab KW 05 in 2021.

Lobenberg: Dorsheim ist Pittermännchen, Burgberg, Goldberg. Das sind die besten Lagen von Diel und dieser Dorsheim ist, wie auch der Eierfels, ein Teil der Spitzenlagen. Nicht der glasklare Zweitwein der Großen Gewächse, denn das ist der Eierfels, sondern die etwas jüngeren Reben aus...

Weißwein, Nahe, 2018 Deutschland Schlossgut Diel

Riesling Nahesteiner trocken 2018

Lobenberg: Der Nahesteiner Riesling ist der klassische Gutswein des Hauses. Nahestein ist eine Fantasiebezeichnung. Kommt aus allen Lagen bei Diel, auch den Großen Lagen. Klassische Nase von europäischer Frucht, viel gelbe Melone und weißer Pfirsich, keinerlei Exotik, einfach nur...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Schlossgut Diel

Riesling Nahesteiner trocken 2019

Lieferbar ab KW 05 in 2021.

Lobenberg: Der Nahesteiner Riesling ist der klassische Gutswein des Hauses. Nahestein ist eine Fantasiebezeichnung. Kommt aus allen Lagen bei Diel, auch den Großen Lagen. Klassische Nase von europäischer Frucht, viel gelbe Melone und weißer Pfirsich, keinerlei Exotik, einfach nur...

Weißwein, Nahe, 2019 Deutschland Schlossgut Diel

Riesling Eierfels trocken 2019

Lieferbar ab KW 05 in 2021.

Lobenberg: Kommt nur aus Burgberg und Goldloch. Hier sind Kiesel und Quarzitböden. Das Pittermännchen wurde herausgelassen, weil dort mit Schiefer ein anderer Untergrund den Wein total verfälschen würde. Eierfels ist der Zweitwein dieser beiden großen Lagen. Der Wein ist benannt nach...

Weißwein, Nahe, 2017 Deutschland Schlossgut Diel

Dorsheim Pittermännchen Riesling Großes Gewächs trocken 2017

Lobenberg: Zu 100 % auf Schiefer gewachsen. Immer die verspielteste Lage bei Diel. Oft mein Liebling, aber natürlich auch deshalb – und das gebe ich ehrlich zu – weil Pittermännchen in der Jugend einfach viel mehr zeigt, viel expressiver ist als die auf Buntsandstein und Quarz...

Weißwein, Nahe, 2018 Deutschland Schlossgut Diel

Dorsheim Pittermännchen Riesling Großes Gewächs trocken 2018

Lobenberg: Zu 100 % auf grauem Schiefer gewachsen. Immer die verspielteste Lage bei Diel. Oft mein Liebling, aber natürlich auch deshalb – und das gebe ich ehrlich zu – weil Pittermännchen in der Jugend einfach viel mehr zeigt, viel expressiver ist als die auf Buntsandstein und Quarz...

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Vogelperspektive auf Weinberg mit Weinfeldern

DIE Nahe gibt es nicht

Im Vergleich zur Mosel ist der Anteil der trockenen Weine an der Nahe höher. Und anders als im Rheingau gibt es an der Nahe keine Riesling-Monokultur. Die Nobelrebe steht dort wirklich nur in den besten Lagen. Mit 27 Prozent ist ihr Anteil am Rebensortiment vergleichsweise gering. Zwei andere Weine, mit denen die Nahe brilliert, sind der Weiß- und der Grauburgunder. Sie fallen zwar nicht so stoffig aus wie ihre badischen Pendants, sind dafür aber geschmeidiger. Auch der Spätburgunder bringt in den wärmeren Bereichen des Anbaugebiets gute Qualitäten. Müller-Thurgau, Dornfelder und Silvaner werden jedoch häufiger angebaut, wobei die Vielfalt der Stile und Geschmacksrichtungen immer wieder beeindruckend ist. Schaumwein- und Perlwein, Blanc de Noirs, liebliche Rot- und halbvergorene Weissweine, echte Hochgewächse und dilettantische Cuvées - es gibt kaum etwas, das im Anbaugebiet nicht produziert wird. Die Nahe ergibt Weine, die mit denen der benachbarten Anbaugebiete Mosel und Rheingau absolut auf Augenhöhe sind, sie manchmal sogar überstrahlen. 

Die Nahe selbst ist ein Flüsschen, das im Hunsrück entspringt und bei Bingerbrück in den Rhein mündet. An vielen Stellen ist sie nur ein Bächlein, das munter durch Wiesen und Auwälder plätschert, während sich links und rechts steile Hänge und schroffe Felswände aufbauen. Ausgeräumte Landschaften, die von jeglichen Bäumen, Hecken, Feldgehölzen befreit wurden wie in Rheinhessen, gibt an der Nahe nicht, nicht einmal droben auf den Höhen des Hunsrück, wo der Wind kalt über die Äcker pfeift. Dass in den Weinbergen überall die Vögel zwitschern, gehört allerdings in den Bereich lokaler  Schönfärberei. Die Nahewinzer sind weder Romantiker noch Ökofreaks. Nüchtern, aber nicht kühl - so könnte man sie beschreiben. Dass sie reihenweise Nistkästen in ihren Weinbergen aufhängen, ist nicht bekannt.

Schaffen & Feiern

Schiffbar war die Nahe übrigens nie. Die Eisenbahn wurde erst spät gebaut, die Autobahnen noch später. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Anbaugebiet so verrufen, dass die preussische Obrigkeit eingreifen und Ordnung schaffen musste. Die Weinberge wurden neu angelegt, der gemischte Satz abgeschafft, der reinsortige Anbau gefördert. Aber auch danach hinkte die Nahe noch lange hinter der allgemeinen Entwicklung hinterher. Während die Weine anderer Gebiete in Deutschland schon hell glänzten, mussten die Nahetäler einen großen Teil ihres Weins noch selbst trinken, was sie freilich ebenso gerne wie ausgiebig taten. „Schaffen und feiern"  seien ihre Hauptbeschäftigungen, heisst es kritisch in einem Amtlichen Vermerk des Kreises Kreuznach aus dem Jahre 1954. Und weiter: „Ärztlicherseits wird behauptet, dass man hier solche Mengen Alkohol vertragen könne, die normalerweise gesundheitsschädlich wären. Doch konnte eine biologische Substanz, die eine Immunität gegen die Wirkungen des Alkohols herausgebildet hat, nicht gefunden werden."

Steilhang mit Weinfeldterrassen
Rebzeilen vor Steilhang

"Schenk reinen Wein ein"

Der Nahewein wurde noch bis weit in das 20. Jahrhundert hinein als "Rheinwein" vermarktet. Präzise Grenzen hat das Gebiet erst 1971 erhalten, als das Deutsche Weingesetz verabschiedet wurde. Seitdem haben die Naheweine merklich an Bekanntheit gewonnen. Die Winzer waren aufgewacht. 
Ein zweiter Bereich befindet sich weiter landeinwärts an der oberen Nahe. Vor dem Dorf Monzingen fallen zwei steile Hänge ins Auge, die wie eine schiefe Ebene ins Nahetal abfallen: der Halenberg und das Frühlingsplätzchen, zwei von Blauschiefer und Quarzit geprägte Lagen, die hochmineralische Rieslinge hervorbringen - die Paradeweine des Gutes Emrich-Schönleber. Auch Schäfer-Fröhlich ist im Halenberg begütert.

Die bestockte Rebfläche ist zwar nur halb groß wie die der Mosel. Doch ist sie stark zersplittert und weit auseinandergezogen. Das Herzstück des Anbaugebiets ist die mittlere Nahe zwischen Bad Kreuznach und Schlossböckelheim. Der Untergrund besteht in diesem Bereich aus kleinschotterigem, schwarzgrauem Schiefer, der mal mit vulkanischem Gestein, mal mit rotem Porphyr oder mit Kalkgestein durchsetzt ist. Dort sind die besten Lagen der Nahe wie an einer Perlenkette aufgereiht: Bastei, Rotenfels, Kirschheck, Dellchen, Kafels, Hermannshöhle, Kupfergrube, Felsenberg. Aus diesem Bereich kommen zum Beispiel die Weine von Gut Hermannsberg und von Helmut Dönnhoff, teilweise auch von Schäfer-Fröhlich.

Verschiedene Bodenformationen sind prägend

Ein dritte großräumige Bereich liegt an der unteren Nahe zwischen Bad Kreuznach und Bingerbrück. Dort findet man sandig-lehmige Böden, die nichts anderes sind als verwitterter Grünschiefer mit Phylliten und Quarziten, wie sie auch auf der Rheingauer Seite zu finden sind. Von dort kommen die kräftigen Rieslinge des Schloßguts Diel, die mal spielerisch-fruchtig, mal kraftvoll, mal mineralisch-salzig ausfallen. 
Fleissig sind die Nahetäler übrigens immer noch, und gefeiert wird ebenfalls noch gern. Ihren Alkoholkonsum haben sie jedoch notgedrungen reduziert. Der Wein ist zu teuer  geworden. Vom Preisniveau des Rheingauers ist er zwar noch ein kleines Stück entfernt, doch das Gefühl, etwas Wertvolles, ja Rares darzustellen, hat sich selbst bei den Durstigsten unter ihnen breit gemacht.

Natürlich ist ein kühles Anbaugebiet wie die Nahe auch für edelsüße Weine prädestiniert. Die Auslesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen stehen denen des Rheingau in nichts nach, sind allerdings filigraner und manchmal noch säurebetonter. Und die Eisweine sind im Zweifelsfall nicht minder grandios als die von der Saar. Allerdings können sie nicht so regelmäßig geerntet werden wie dort.