Jahrgang 2016 - Weißwein - Riesling 100%

Riesling Ürziger Würzgarten Kranklay Spätlese trocken

Riesling Ürziger Würzgarten Kranklay Spätlese trocken Riesling Ürziger Würzgarten Kranklay Spätlese trocken

Riesling Ürziger Würzgarten Kranklay Spätlese trocken

Lobenberg 98

Lobenberg: Die älteste Lage des Weingutes Mönchhof liegt direkt um die älteste, interessanteste, ja schönste Sonnenuhr der Mosel herum. Die Ürziger Sonnenuhr, die zwar als Einzellage besteht, aber nicht genannt werden darf. Sie besteht zu 100% aus wurzelechten Reben, die zwischen 90-100 Jahre alt sind. Direkte Nachbarn sind die 100 Punkte GG von Loosen und Molitors Kranklay, alles direkt nebeneinander stehend, alles bei allen 3 Winzern nur Einzelpfahlerziehung, wurzelecht und weit über 100 Jahre alte Stöcke, die Erträge liegen hier natürlich bei nur 20 Hektoliter pro Hektar. 2016, wie im Vorjahr, komplett Botrytisfrei und clean gelesen. Direktpressung als Ganztraube. Die Vergärung erfolgt spontan. Die Lage ist sicherlich eine der herausragenden Lagen in Ürzig. Der 2016er geht an die 8 Gramm Säure, hat 5-6 Gramm Restzucker und 12,5% Alkohol. 100% gesundes Lesegut. Anfang November erst geerntet, also extrem lange Vegetationsperiode, was ja den ungeheuren Charme des Jahrganges 2016 ausmacht, denn dadurch werden die Weine, trotz des niedrigen Alkohols, komplex. Sie zeigen eine schmelzige Süße und behalten trotzdem ihre hohe Säure. Kühle Nächte taten das Übrige. Der Clou des Jahrganges liegt eben genau in dieser Kombination von enorm süßem Schmelz bei gleichzeitig niedrigem Alkohol und hoher Säure. Pikanter gehts nicht mehr. Auch wenn Extremisten 2013 und 2015 vorziehen mögen, die Perfektion in Genuss sowie Langlebigkeit liegt sicherlich in diesem Modell 2016, was sich aber schwer so wiederholen lässt, der Zufall hat brutal geholfen, das Jahr hätte auch ein Desaster werden können. Sehr schöne reife Nase. Viel weißes Steinobst, aber auch deutliche Honigmelone, Bratapfel, schöne reife Williamsbirne und feiner Schieferstein. Dicht, extrem aromatisch, eine tolle weiße Blumigkeit obendrauf. Schöne reife, süße Mandarine im Mund. Dann kommt auch ein wenig Mango und Passionsfrucht, aber insgesamt wenig in der Exotik bleibend, eher im europäischen Fruchtbereich angesiedelt. Auch hier der Bratapfel, aber nicht so süß. Dieser Apfel hat durchaus schicke Säure, die sowieso als Gripp wieder hochrollt. Mit viel Stein kommt diese traumhaft, balancierte Säure wieder hoch und wird vom süßen Schmelz der reichen Frucht dann perfekt eingebunden. Bleibt aber lebendig, hallt für Minuten nach in seiner hohen Intensität, die aber nie ihren Charme verliert. Das Modell dieses Rieslings ist sicherlich eher etwas aus der klassisches Schule. Das heißt: kaum Phenolik, weil ja direkt abgepresst wird als Ganztraube und ohne Maischestandzeit, der große Unterschied zum Nachbarn Loosen. Dementsprechend gibt es ganz gewollt nicht diese spezielle Struktur über den vielfach praktizierten Kontakt mit den Schalen. Hier sind wir ganz sauber im Saft. Ein brillanter, archetypischer, trockener Mosel der Extraklasse mit diesem besonderen Kick der Jahrgangsspezifität. Ich weiß nicht, ob ich ihn über 2015 setzten soll, aber vielleicht ist er ob dieses Spannungsfelds zwischen dieser schmelzigen Süße und dieser wunderbaren Säure noch etwas pikanter und interessanter. Es wird auf jeden Fall ein großes, langes Leben vor sich haben. 98+/100

-- Gerstl: Der strahlt wieder so wunderbar aus dem Glas, herrliche Mineralität, feinste Frucht, das ist eine überaus komplexe, raffinierte Duftwolke der sinnlichen Art. Wunderbar saftiger Antrunk, so sagenhaft tänzerisch war er noch nie, was ist das doch für eine himmlische Delikatesse, der Wein hat alle Qualitäten dieser grandiosen Lage, in Verbindung mit der 2016er-Raffinesse, das ist ein absolutes Traumpaar. Das ist vielleicht die bisher beste, ganz sicher aber die bisher raffinierteste Kranklay, überaus reizvoll, bildschön und verführerisch. 19/20


Rebsorten:
Riesling 100%
Artikelnummer:
30681H
Jahrgang:
2016
Bewertung:
Lobenberg 98+
Gerstl 19
Trinkreife:
2019 - 2039
Alkoholgrad:
12,0% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
6er
Abfüller:
Mönchhof, , 54539 Ürzig / Mosel, DEUTSCHLAND

Alternativ:


Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2014 Deutschland
Mönchhof

Riesling Ürziger Würzgarten Kranklay Spätlese trocken

0,75 l

25824H

Lobenberg 96-98
Gerstl 19

Weißwein, Mosel Saar Ruwer, 2017 Deutschland
Mönchhof

Riesling Ürziger Würzgarten Kranklay Spätlese trocken

0,75 l

34149H

Lobenberg 96-97
Gerstl 20
Pirmin Bilger 19

Mein Winzer

Mönchhof

Der ürziger Mönchhof, ehemals im Besitz der Zisterzienserabtei Himmerod, ist eines der ältesten Weingüter an der Mosel. [...]

Zum Winzer