Jahrgang 2015 - Rotwein - Spätburgunder 100%

Rüdesheim Pinot Noir "S" trocken

Rüdesheim Pinot Noir "S" trocken

Rüdesheim Pinot Noir "S" trocken

Lobenberg 98

Lobenberg: Der S ist, wie alle Weine bei diesem Weingut, aus der Hand des schon von der Krone berühmten Peter Perabo. Das S steht für den dichtesten Wein aus ältesten Reben. Wie schon beim normalen Pinot hier das gleiche Thema: gelber Schiefer mit Löss-/Lehmanteilen. Wärmerer Boden, besser versorgt, das ergibt wuchtigere Weine. Auch hier mehr als 10% Rappen. Im offenen Holzgärständer vergoren und Ausbau zu 30% im neuen Holz: 500 Liter Fass. 22 Monate auf der Feinhefe. Der Wein ist genau so rar wie das Assmannshäuser S. 1969 gepflanzt. Deutsche Klone. Es gibt weniger als 2.000 Flaschen, identisch wie beim Assmannshäuser S. Der normale Rüdesheimer war schon so eine Wucht, ist ja auch der gleiche Weinberg, aber hier kommt es dann richtig mit Macht. Unendlich viel dichte Kirsche. Fast nur rote Frucht, aber ganz dicht. Auch ein Hauch würzige Waldhimbeere und satte, reife Kirsche. Unheimlich drückend. Von der Nase her nicht so komplex wie der Assmannshäuser S, dafür einfach deutlich mehr Wucht. Sehr große Intensität ausstrahlend. Gestein und Mineralität schon in der Nase. Und so warme, rote, dichte Frucht. Im Mund der Angriff auf der ganzen Fläche. Unendlich viel Mineralität. Er kommt vom Schiefer, präsentiert sich aber so, als würde er komplett auf Kalkstein wachsen. Das ist schon immens, dass dieser deutsche Klon so burgundisch rüberkommt. 6,1 Säure, pH-Wert 3,3, Alkohol knapp 14%. Die 2015er sind nicht chaptalisiert, das heißt natürlicher Alkohol. Der Mund ist dann so ungeheuer wuchtig, so salzig, so kalksteinig, so lang. Das ist eine Wucht. Ich weiß gar nicht, wo ich es stilistisch unterbringe. Das ist irgendwo zwischen einem ultrafeinen Barbera von Braida und einem würzigen, warmen Vosne Romanee angesiedelt. Ein sehr burgundischer Barolo von Aldo Conterno Bussia Colonello könnte auch Pate gestanden haben. Das ist großes Kino, ein absoluter Oberligist der deutschen Pinots, auch wenn es knapp die zweite Reihe hinter den drei Granden Becker, Fürst und Huber ist. Trotzdem bin ich total geflasht. 97-98/100

--Pirmin Bilger: Nur ca. 1200 Flaschen werden von dieser Rarität produziert. Die Reben wurden im Jahr 1969 gepflanzt. 6,1 Gramm Säureanteil. Das Bouquet ähnelt schon sehr stark einem grossen Burgunder und strahlt ein wunderschön süsse Fruchtaromatik aus. Es zeigen sich Aromen von Himmbeere, Erdbeere und Johannisbeere mit zart mineralischen Unternoten. Ein so elegantes Parfum kann nur die Natur, unterstützt von perfekter Winzerarbeit, zaubern. Saftig intensiver Andruck und dann diese geniale Säure. Trotz der Dichte der Aromen tänzelt der Wein scheinbar mit grösster Leichtigkeit am Gaumen herum. Sehr gut ausbalanciert mit einer zustätzlichen Portion Rafinesse ausgestattet, überzeugt dieser Wein auf der ganzen Linie - wir sind alle hellauf begeistern. Am Schluss zeigt er nochmals seine ganze Kraft und endet in einem würzig mineralischen Finale. 19+/20

--Gerstl: Nur ca. 1200 Flaschen werden von dieser Rarität produziert. Die Reben wurden 1969 gepflanzt. Der ist noch um einen Hauch frischer und rassiger als der Assmannshäuser, das ist Pinot in Vollendung, superfein, aber hoch aromatisch, superdelikat, aber irre konzentriert, der Wein ist so wunderbar verspielt, reine, unverfälschte Natur. Ich probiere und probiere ihn immer wieder und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus, das ist ein superzartes Pflänzchen, aber dermassen bombastisch aromatisch. 19+/20


Rebsorten:
Spätburgunder 100%
Artikelnummer:
34492H
Jahrgang:
2015
Bewertung:
Lobenberg 97-98
Pirmin Bilger 19+
Gerstl 19+
Trinkreife:
2019 - 2035
Alkoholgrad:
14,0% vol.
Allergene:
Sulfite
Verpackt in:
6er
Abfüller:
Bischöfliches Weingut Rüdesheim GmbH, Marienthaler Str. 3, 65385 Rüdesheim, DEUTSCHLAND

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Das Bischöfliche Weingut Rüdesheim ist Geschichte pur. Die erste Erwähnung findet dieses Weingut schon im 11. Jahrhundert als Pfarrweingut Rüdesheim. Im 12. Jahrhundert dann durch eine Schenkung des Adeligen aus Rüdesheim erweitert. [...]

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